Eine hochkarätige Jury entscheidet über die Vergabe der digital publishing awards. Im Vorfeld stellen wir die Mitglieder des Gremiums mit einem Fragebogen vor. Heute: Marco Olavarria, Berlin Consulting.

Welche digitale Innovation haben Sie persönlich in den letzten zwölf Monaten am meisten beeindruckt?



Damit ich meine Juryarbeit unvoreingenommen wahrnehmen kann, hier etwas außerhalb der Medienbranche: Die Entwicklung rund um Robotics finde ich beeindruckend. Roboter mit aus der Cloud ladbaren Persönlichkeitsprofilen für die Tätigkeiten in Fabriken oder in der Pflege – das sind Projekte mit enormem Potenzial für Veränderung.

Wie schätzen Sie den Innovationsgrad der Medienbranche ein?

Steigend, aber noch nicht ausreichend. Es passiert sehr viel, aber doch häufig noch immer mit einem leichten Hang zur Nostalgie. Oder täusche ich mich?

Was treibt die Innovation in der Medienbranche maßgeblich voran?

Ich denke, es ist wie überall: Wenige Innovatoren schreiten voran und zeigen neue Wege auf. Sie tun dies ganz unabhängig von der Marktlage, weil sie Neues motiviert und sie die Chancen im Blick haben. Und dann gibt es die frühen Folger, die gern Dinge einsetzen, die noch neu sind, aber woanders bereits erprobt wurden. Aber die meisten nehmen Innovationen auf, weil sie müssen oder glauben, dass sie müssten – also getrieben durch die Marktentwicklung.

Was ist für Sie persönlich „innovativ“?

Alles, was für mich neu ist und meine Denkweisen herausfordert.